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Die Beratungsstellen Arbeit der Diakonie Soziale Dienste gGmbH und des Vereins für soziale Arbeit und Kultur e.V. machen auf die Aktionswoche des Landes NRW aufmerksam und möchten damit ein Zeichen gegen prekäre Beschäftigung und für bessere Arbeitsbedingungen setzen.
Die Situation der Fahrerinnen und Fahrer von Essenslieferdiensten insbesondere aus dem Ausland war in den letzten Jahren immer wieder Thema in der medialen Berichterstattung. Im Fokus stand dabei insbesondere die Situation von Studenten und Studentinnen aus Drittstaaten, die neben dem Studium für Essenslieferdienste fahren. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Fahrerinnen und Fahrer sind oft prekär. Sie verschulden sich, um nach Deutschland kommen zu können und erhalten einen Lohn, der nicht auskömmlich ist. Bei vielen Plattformen, die die Lieferung von zubereitetem Essen vermitteln, ist es üblich, dass die eigentliche Lieferung durch andere Unternehmen erfolgt. Diese Struktur aus Subunternehmen und ausländischen Beschäftigten kann zur Umgehung arbeitsrechtlicher Standards und zu prekären Arbeitsbedingungen führen. Daher hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW eine Aktionswoche der landesgeförderten Beratungsprojekte aus dem Netzwerk gegen Arbeitsausbeutung initiiert.
Mit dem landesweiten Beratungsangebot für prekär Beschäftigte und Menschen in ausbeuterischer Beschäftigung stellt das Arbeitsministerium Unterstützungsangebote für diejenigen bereit, die ihre Rechte auf dem Arbeitsmarkt nicht kennen. Die Beraterinnen und Berater unterstützen die Betroffenen bei der Durchsetzung ihrer Rechte.
„Wir richten ein klares Signal an jene Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die dem Grundsatz eines fairen und gerechten Miteinanders nicht folgen und wollen damit auch die schützen, die mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fair umgehen: Wir treten menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen entschieden entgegen. Die Praktiken in der Essenslieferung, insbesondere die Auslagerung der Fahrerinnen und Fahrer an Subunternehmen, sind mir schon länger ein Dorn im Auge! Wir erhalten immer wieder Berichte, dass dieses Vorgehen zu prekärer Beschäftigung führt. Daher haben wir die Aktionswoche gestartet. Ich freue mich über die zahlreichen Aktivitäten in den Regionen, die die Beratungsstellen Arbeit und die Beratungsprojekte initiiert haben und begleiten. Aufklärung, Beratung und Begleitung sind zentrale Bausteine bei der Förderung menschengerechter Arbeitsbedingungen“, so Arbeitsminister Laumann.
Die Beratungsstellen Arbeit sind als niedrigschwellige, ortsnahe Anlaufstellen in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen präsent und zentraler Baustein des landesweiten Beratungsnetzwerks. Sie unterstützen und beraten Menschen in schwierigen Beschäftigungssituationen. Zum Netzwerk gehören auch die spezialisierten muttersprachlichen Beratungsangebote von Arbeit und Leben NRW für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten.
Kontakt der Beratungsstellen Arbeit vor Ort:
Diakonie Soziale Dienste gGmbH
Anna Butzek
Sieghütter Hauptweg 3
57072 Siegen
Tel.: 0271 50 03 215
E-Mail: anna.butzek@diakonie-sw.de
Beratungszeiten: nach vorheriger Vereinbarung
www.beratungsdienste-diakonie.de/beratungsstelle-arbeit
Verein für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V.
Regina Kürschner
Hinterstraße 52
57072 Siegen
Tel.: 0271 21 900
E-Mail: regina.kuerschner@vaks.info
Offene Beratung dienstags und donnerstags oder
nach vorheriger Vereinbarung
Jannis Wüst
Sandstraße 28 (5. Etage)
57072 Siegen
Tel.: 0271 31364044
E-Mail: jannis.wuest@vaks.info
Beratungszeiten: nach vorheriger Vereinbarung
Erreichbar Montag, Mittwoch, Freitag 10-13 Uhr





