Lektüre für die Weihnachtsferien – 18. Ausgabe der MiGazette erschienen

Lektüre für die Weihnachtsferien – 18. Ausgabe der MiGazette erschienen

Die mittlerweile 18. Ausgabe des MiGazette, des Siegener Magazin zum Thema Migration und Integration, ist erschienen und bietet spannenden Lesestoff für die Weihnachtsferien. Im Fokus der Ausgabe stehen unter anderem die Sozialkürzungen im Landeshaushalt NRW und viele interessante Beispiele für gelungene Integration, wie z. B. der Internationale Abend des Sports oder die Internationale Pflegeschule in Siegen. Die aktuelle Ausgabe informiert aber auch über Veranstaltungen in der Region und enthält wie immer wichtige Kontakte und Anlaufstellen. Ein besonderes Highlight der Ausgabe ist der Artikel „Siegen tanzt“.

Nach den Weihnachtsferien liegt sie auch in der Mediathek aus.

Viel Spaß beim Schmökern wünscht das Mi-Gazette Redaktionsteam!

STEILAUFWÄRTS sponsort Sammelbücher für Schulanfänger

STEILAUFWÄRTS sponsort Sammelbücher für Schulanfänger

50 Paninibücher von SiegenSammeltSiegen haben den Weg zu den Schulanfängern der 3 Kindergärten unter unserer Trägerschaft Oase Firlefanz, Oase Hüttental in der Gerberstr. und der Oase Sieghütte gefunden. Eine kleine Auswahl aus der Oase Sieghütte haben die Bücher in der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung entgegengenommen. Überreicht wurden diese durch die Sponsorin Nadine Neuser von STEILAUFWÄRTS GmbH & Co.KG, Tom Schirmer (SiegenSammeltSiegen), Celina Schneider (Oase Sieghütte) und Tobias Siegert (VAKS e.V.).
Fachtag der Regionalen Beratung für Geflüchtete in NRW

Fachtag der Regionalen Beratung für Geflüchtete in NRW

PRESSEMITTEILUNG v. 11.10.24
Fachtag der Regionalen Beratung für Geflüchtete in NRW
„Flüchtlingsschutz gefährdet – Perspektiven für Geflüchtete und Regionale Beratung“
[Mülheim] Am 08. Oktober 2024 fand in Mülheim a. d. Ruhr der Fachtag der Regionalen
Beratung für Geflüchtete in Nordrhein-Westfalen statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung
von den fünf Fachstellen für Schulung und Qualifizierung in NRW. Der Fachtag stand unter
dem Titel „Flüchtlingsschutz gefährdet – Perspektiven für Geflüchtete und Regionale
Beratung“ und zog über 90 Beratungsfachkräfte an. Vor dem Hintergrund der im
Haushaltsentwurf 2025 geplanten Kürzungen im Landesprogramm „Soziale Beratung von
Geflüchteten“ stand die Veranstaltung im Zeichen großer Besorgnis um den Erhalt einer der
wichtigsten Stützen der Integrationsarbeit.
Im Zentrum der Diskussionen stand die drohende Verschlechterung der
Beratungsmöglichkeiten für Geflüchtete, die durch die geplanten Einsparungen im
Landeshaushalt gravierend betroffen sein könnten. In verschiedenen Workshops wurde das
Rückführungsverbesserungsgesetz, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und die
Bezahlkarte für Geflüchtete thematisiert.
Vertreter*innen von Wohlfahrtsverbänden, Flüchtlingsorganisationen, Berater*innen aus
verschiedenen Regionen kamen zu Wort, um die weitreichenden Folgen dieser Kürzungen
gegenüber Vertreter*innen des zuständigen Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie,
Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) zu erläutern.
Die Auswirkungen der Haushaltsplanung 2025 bleiben abzuwarten, doch die
Teilnehmer*innen des Fachtags machen deutlich, dass die soziale Beratung von
Geflüchteten ein unverzichtbarer Bestandteil einer humanen und zukunftsgerichteten
Flüchtlingspolitik bleibt. Mit der Fachtagung wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt, dass es für
den Fortbestand dieser wertvollen Arbeit und den Schutz der Rechte von Geflüchteten eine
breite gesellschaftliche und politische Unterstützung braucht.

Für Rückfragen und weitere Informationen:
für alle fünf Fachstellen in Nordrhein-Westfalen
Hilal Bakir, Fachstelle Schulung und Qualifizierung im Regierungsbezirk Düsseldorf
Bezirksverband der AWO Niederrhein e.V.
Lützowstr. 32
45141 Essen
Tel.: 0201 310 5135
Mail: hilal.bakir@awo-niederrhein.de

jung. online. radikalisiert? – Kooperationsverbund der Migrationsdienste lädt zur Integrationskonferenz ein

jung. online. radikalisiert? – Kooperationsverbund der Migrationsdienste lädt zur Integrationskonferenz ein

Der Kooperationsverbund der Migrationsdienste und der Stadt Siegen laden am 14.11.2024 zur diesjährigen Integrationskonferenz ein. Thematisch wird die Radikalisierung junger Menschen – insbesondere auch im Internet und den sozialen Medien – in den Blick genommen. Ein Fokus liegt dabei auf der Expertise und gemeinsame Diskussion von wirksamen Gegenstrategien – ganz in der Tradition der Integrationskonferenz, die immer auch einen fachlichen und praktischen Austausch für die Akteure der sozialen und pädagogischen Arbeit vor Ort bieten möchte. Zur Konferenz konnten Dr. Josephine B. Schmitt vom Center for Advanced  Internet Studies aus Köln, sowie Lucas Schucht und Isabell Ziegler vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. aus Frankfurt als Redner:innen gewonnen werden. Das Programm und alle wichtigen Infos zur Veranstaltung finden Sie hier:

Einladung Integrationskonferenz 2024

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an:
h.prentki@awo-siegen.de

Sebastian Schreiber sponsort Sammelbücher für die Obenstruthschule

Sebastian Schreiber sponsort Sammelbücher für die Obenstruthschule

Der Panini-Express läuft weiter und diesmal konnte mit 136 Sammelbüchern die Obenstruthschule beschenkt werden, durch die großzügige Unterstützung von Sebastian Schreiber – Allfinanz Deutsche Vermögensberatung konnten Schuldirektorin Sabine Wilker und OGS-Leiterin Daniela Nobile die Bücher in Empfang nehmen.Schon bei der Verteilung an die Kids wurde kräftig geklebt und getauscht. Auch hier gilt wieder ein Dank an Tom Schirmer (Siegen sammelt Siegen) und Tobias Siegert (VAKS), die diese Aktion möglich gemacht haben.

Westfalenpost berichtet: Siegen: „Katastrophe“ – Schutz für junge Geflüchtete weggespart

Unbegleitete minderjährige Geflüchtete werden von der Siegener Fachstelle auch auf das Asylverfahren vorbereitet (Symbolbild).
© dpa | Uli Deck

 

Siegen. Die Fachstelle für unbegleitete minderjährige Geflüchtete sieht sich vor dem Aus. Das verstoße gegen die Kinderrechte und begünstige Radikalisierung.

Die NRW-Landesregierung sieht für den Haushalt 2025 massive Kürzungen im sozialen Bereich vor. Darauf weist der Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen (VAKS) hin. Betroffen ist davon das Programm „Soziale Beratung von Geflüchteten“. Die Fachstelle für unbegleitete minderjährige Geflüchtete, die seit vielen Jahren beim VAKS betrieben wird, solle nicht weiter gefördert werden und werde voraussichtlich Ende des Jahres ihre Türen schließen müssen.

„Eine Katastrophe für alle Jugendlichen, die alleine aus dem Ausland in unsere Region geflohen sind und dringend auf eine professionelle und zielgruppenspezifische Beratung und Begleitung angewiesen sind“, heißt es in der Pressemitteilung des VAKS. Die Fachstelle für unbegleitete minderjährige Geflüchtete klärt junge Menschen über ihre Rechte und Pflichten im Asylverfahren auf, unterstützt sie bei ihrer Integration und zeigt Zugänge zu Bildung und Arbeit auf. Jedes Jahr betreut die Beratungsstelle rund 200 junge Menschen mit Fluchtgeschichte. Allein im Jahr 2024 wurden bislang 145 neue Klienten und Klientinnen in die Beratung aufgenommen.

Kinder flüchten vor Zwangsrekrutierung, Prostitution und Genitalverstümmelung

Junge Geflüchtete leben in Deutschland getrennt von ihren Eltern. „In unserer Arbeit begegnen uns täglich kinderspezifische Fluchtgründe. Das sind zum Beispiel Zwangsrekrutierungen als Kindersoldaten, geschlechtsspezifische Verfolgung wie weibliche Genitalverstümmelung, innerfamiliäre Gewalt, Kinderprostitution, Zwangsverheiratung oder Sippenhaft. Diese Zielgruppe benötigt eine spezifische Unterstützung und Beratung“, sagt Juliane Biewald, Beraterin der Fachstelle. Die Siegener Beratungsstelle für unbegleitete Minderjährige biete einen sicheren Ort, in dem junge Geflüchtete über ihre Erfahrungen sprechen können und eine Vorbereitung auf das Asylverfahren erhalten. „Der Wegfall dieses speziellen Beratungsangebotes würde diesen hoch traumatisierten jungen Menschen die notwendige Unterstützung verwehren und steht somit im Gegensatz zu geltenden Kinderrechten“, so Juliane Biewald weiter. Die intensive Begleitung und die Darstellung von echten Lebensperspektiven sei der beste präventive Schutz vor Radikalisierungen.

Netzwerk für Schulabschluss und Ausbildung

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Beratungsstellen, Ausländerbehörden, Vormünder, Bildungseinrichtungen und anderen relevanten Akteuren biete die Beratungsstelle den jungen Geflüchteten eine umfassende Unterstützung, die weit über das Asylverfahren hinausgeht, stellt der VAKS fest. Der Wegfall der Fachstelle bedrohe die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Akteuren und lasse diese besonders vulnerable Gruppe ohne ausreichenden Schutz und Betreuung zurück. Auch die schulische und berufliche Integration der jungen Geflüchteten würde durch den Wegfall der Fachstelle erschwert. „Alle sprechen davon, dass es in Deutschland einen sehr hohen Fachkräftemangel in vielen Bereichen gibt. Deshalb ist für uns unverständlich, warum die Landesregierung gerade an dieser Stelle kürzt, wo gerade jungen Menschen viele Wege der Qualifizierung in Deutschland offenstehen sollen. Viele der von uns betreuten Jugendlichen machen aktuell einen Schulabschluss oder sind in einer Ausbildung“, erklärt Leonie Sunar, Beraterin der Fachstelle.

„Wir als Beratungsstelle haben die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.“

Juliane Biewald, Beraterin

Online-Petition und Kundgebung in Düsseldorf

„Wir als Beratungsstelle haben die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben“, sagt Juliane Biewald. „Wir fordern die NRW-Landesregierung eindringlich dazu auf, diese geplanten Kürzungen im Bereich der sozialen Dienste zurückzunehmen.“ Derzeit mobilisieren die Wohlfahrtsverbände, um die Kürzungen im gesamten Sozialbereich zu stoppen. So existiert eine Petition „Unabhängige Beratung für Asylantragstellende: NRW braucht Rechtsstaatlichkeit & Menschenrechte!“ (erreichbar über campact.de). Am Mittwoch, 13. November, findet eine Kundgebung in Düsseldorf statt.

Quelle: Westfalenpost 21.10.2024