Rassismus und Einsamkeit – psychologische Studie

Rassismus und Einsamkeit – psychologische Studie

Eine antirassistische Forschungspraxis entspricht mehr als nur einem der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN und gleichzeitig steckt die deutschsprachige Rassismusforschung noch in den Kinderschuhen. Diese Tatsache an sich ist eines der Resultate von institutionalisiertem Rassismus und erhält diesen gleichzeitig aufrecht. Im Sinne der Einstellung, dass auch Forschung politisch/aktivistisch sein kann, thematisiert die Bachelorarbeit von Laura Zoller den Zusammenhang von Rassismuserfahrungen und Einsamkeitsempfinden. Dafür hat sie diese Studie konzipiert: https://formr.uni-wh.de/Rassismus

Zur Zielgruppe gehören alle volljährigen, nicht weiß positionierten Menschen – also Menschen, die gesellschaftlich nicht die weißen Privilegien genießen und entsprechend rassistisch diskreditierbar sind. „Dabei ist uns bewusst, dass dies eine sehr heterogene Zielgruppe ist, die wir bewusst in ihrer Vielfalt ansprechen“ – betont Laura Zoller.
Die Abschlussarbeit wird unter Betreuung von Univ.-Prof. Dr. Susanne Bücker an der Universität Witten/Herdecke durchgeführt. Ein zentraler Forschungsschwerpunkte von Frau Professorin Bücker liegt in der Untersuchung von Einsamkeitsgefühlen, besonders in vulnerablen Gruppen. In diesem Kontext arbeitet sie seit mehreren Jahren u. a. mit der Staatskanzlei NRW zusammen.

Bei Fragen an Laura Zoller wenden unter Laura.Zoller@uni-wh.de

Auch weiß positionierte Personen können die vorliegende Studie und damit die antirassistische Wissenschaft fördern, indem sie die Studie verbreiten – beispielswese im Arbeitsumfeld, im Freund*innenkreis, im Sportverein, in der Glaubensgemeinschaft, bei (ehemaligen) Mitschüler*innen und Kommiliton*innen, unter Verwandten und Bekannten sowie auf Social Media…

Flyer hier herunterladen: Rassismus_Einsamkeit

 

„Vielfalt im Gepäck“ – Ferienworkshop

„Vielfalt im Gepäck“ – Ferienworkshop

in Kooperation mit dem Siegerlandmuseum.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung im Siegerlandmuseum „Siegen. Fremde? Heimat?“

(10-14 Jahre)
12. und 13. August (zweitägig), jeweils 10-13 Uhr
Kostenfrei

Wir freuen uns auf euch!
Siegener Integrationsagenturen

Eine Anmeldung bis 8. August unter siegerlandmuseum@siegen-stadt.de oder 0271 404 1900 ist zur Teilnahme am Ferienworkshop erforderlich.

Wanderausstellung „Meine Geschichte. Deine Geschichte. Unsere Geschichte.“ in der Realschule am Oberen Schloss

Wanderausstellung „Meine Geschichte. Deine Geschichte. Unsere Geschichte.“ in der Realschule am Oberen Schloss

„Meine Geschichte. Deine Geschichte. Unsere Geschichte.“: Unter diesem Motto steht die Wanderausstellung, die vom 3. bis 14. Juni 2024 in der Realschule am Oberen Schloss zu sehen ist. Entwickelt von den Siegener Integrationsagenturen, der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe, des Caritasverbandes Siegen-Wittgenstein e.V. und des Vereins für soziale Arbeit und Kultur in Südwestfalen e.V., legt die Ausstellung unter anderem den Fokus auf die Themenfelder Migration, Rassismus, Diskriminierung und Heimat.

Neben historischen Ereignissen werden speziell persönliche Schicksale in den Fokus gerückt, denn Menschen aus der Region erzählen ihre Geschichten. Die Ausstellung zeigt nicht nur eine Perspektive, sondern gibt vielen Geschichten einen Platz. Dies alles wird präsentiert anhand von Porträts, kleinen persönlichen Geschichten, Wörtern und Gegenständen.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Zu sehen ist „Meine Geschichte. Deine Geschichte. Unsere Geschichte.“ zu den Öffnungszeiten der Schule.

Die Ausstellung kann ausgeliehen werden. Für Mehr Infos nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Fotoaktion „Wir alle sind Siegen!“ am Freundschaftsfest dabei!

Fotoaktion „Wir alle sind Siegen!“ am Freundschaftsfest dabei!

vom Netzwerk gegen Diskriminierung

Das 800-jährige Siegen hat ein vielfältiges Gesicht. Und das machen wir gemeinsam mit euch sichtbar. Dazu sammeln wir Portraitfotos von euch.

Macht mit! Egal ob als Einzelperson, Organisation, Verein, Jugendzentrum, Schule etc. Je mehr Bilder, desto stärker unser gemeinsames Zeichen.

Wie jedes Jahr sind wir auch beim diesjährigen Freundschaftsfest mit einem Info- und Aktionstag am 15. Juni im Schlossgarten dabei. Kommt vorbei!

Oder digital beteiligen ist auch ganz einfach: schickt uns ein Foto von euch und eine Einwilligungserklärung zur Nutzung deines Bildes. Diese könnt ihr auf der Startseite von www.vielfalt-statt-diskriminierung.de herunterladen.

Sendet uns euer Bild an E-Mail: wir-sind-siegen@kunden.lh-mt.de.

Wichtig ist nur, dass ihr euch von den Schultern aufwärts fotografiert. Aus den gesammelten Fotos wird ein Video entstehen, das zeigt: „Wir alle sind Siegen!“. Das Video könnt ihr zu den Interkulturellen Tagen im September sehen. Wer weiß, vielleicht entdeckt ihr sogar euer eigenes Gesicht mitten in unserer Stadt wieder.

Workshop „JÜDISCHES LEBEN UND KULTUR IN LITERARISCHEN TEXTEN DER GEGENWART“

Workshop „JÜDISCHES LEBEN UND KULTUR IN LITERARISCHEN TEXTEN DER GEGENWART“

Jüdisches Leben blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück, wird jedoch im schulischen Alltag auf die Jahre 33-45 reduziert. Dadurch entsteht der Eindruck, dass jüdisches Leben nur während der Zeit des Nationalsozialismus existiert hat. Die Shoah stellt unbestritten ein Bruch in der Kultur jüdischen Lebens und Kultur dar, aber auch nach 1945 existiert ein jüdisches Leben in der Bundesrepublik.

Der Workshop verlässt explizit den Blick auf die Shoah-Literatur und wendet sich literarischen Beispielen zu, welche jüdisches Leben und die jüdische Kultur vor 1933 und nach 1945 thematisieren.

Ziel: Jüdisches Leben hat vor 1933 stattgefunden und nach 1945, weshalb es jüdisches Leben und jüdische Kultur außerhalb des üblichen Opfernarrativ, z.B. in unterschiedlicher Form in Kinder- und Jugendliteratur zu entdecken gibt.

Eingeladen sind nicht nur in Schule tätige Menschen, sondern alle, die mehr über jüdisches Leben und Kultur lernen und sich austauschen wollen.

Im Workshop II (Termin noch offen) werden wir uns mit der aktuellen Shoah-Literatur für Kinder und Jugendliche befassen.

Anmeldung ist für einen oder beide Workshops möglich.
Anmeldung unter: mediathek@vaks.info

Datum und Uhrzeit: am 19.06.2024, 15:00-18:00 Uhr
In der Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung
Sandstraße 28, 57072 Siegen

Organisatorinnen:
Lali Mgaloblishvili (Mediathek gegen Rassismus, VAKS e.V.)
Jana Mikota (Universität Siegen)
Friederike Wille (Regionale Schulberatungsstelle für den Kreis Siegen Wittgenstein, Fachkraft für Systemberatung Extremismusprävention)