Kooperationsveranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. und des Schulreferates der Ev. Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein


Termin Details


„Jude“ – es ist wieder ein Schimpfwort, das auf dem Schulhof nicht selten geworden ist. Lassen wir es laufen – oder reagieren wir? Schüler*innen kennen in ihrem Alltag in Siegen und Wittgenstein (fast) keine jüdischen Mitmenschen. Sie lernen alle in der Schule vom Nationalsozialismus, von der Shoah. Doch sensibilisieren wir Jugendliche damit? Machen wir sie widerstandsfähig zum Protest? Warum ergreift die Politik der AfD, angefüllt mit Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit nicht wenige Menschen, die sich selbst nie als Antisemiten bezeichnen würden? Wie selbstverständlich hat der antisemitische Wortschatz geschlummert und ist wieder da? Und neben unseren eigenen Ressentiments gegen Fremde bringen die Migrant*innen aus der Türkei, aus Syrien, aus dem Libanon ihre Israelfeindlichkeit mit. Beides ergibt ein Gemisch, das danach ruft, dass wir als Lehrer*innen, als Jugendleiter*innen und Verantwortung Tragende nicht nur reagieren, sondern in der Schule und in unseren Jugendgruppen Rassismus und Antijudaismus verlernen.

Ein Lerntag für uns mit Manfred Levy und Frau Dr. Türkan Kanbicak aus dem Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums, Frankfurt a. M..

Gül Ditsch vom Antidiskriminierungsbüro Siegen stellt in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten der Mediathek vor.

Anschließend eine Podiumsdiskussion mit kurzen Eingangsstatements von den ReferentInnen : Der pädagogische Umgang mit Rassismus/Antisemitismus.

Termin: Samstag, 14. November 2018 9:00-17:00 Uhr Ort: Ev. Gemeindezentrum Rödgen, Rödgener Straße 109a, Wilnsdorf