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Quelle: http://www.siegen.de/standard/page.sys/details/eintrag_id=787/content_id=1055/235.htm
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Migrationsdienste und Stadt bilden Kooperationsverbund
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Unabhängig von getrennten Zuständigkeiten die Integration der Zuwanderer und Migranten in der Stadt Siegen zu fördern – dies ist das erklärte Ziel einer Kooperationsvereinbarung, die jetzt im Rathaus Siegen unterzeichnet wurde. Die Vereinbarung sieht die Bildung eines Kooperationsverbundes zwischen den Migrationsfachdiensten der Wohlfahrtsverbände einerseits – im Einzelnen: Arbeiterwohlfahrt - Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe, Caritasverband Siegen-Wittgenstein, Diakonisches Werk im Kirchenkreis Siegen, Internationaler Bund/Jugendmigrationsdienst Siegen, Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen, Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlbandverband NRW – und der Stadt Siegen anderseits vor.
Das Prinzip: Gleichberechtigte Partner
In diesem Kooperationsverbund sind die angeschlossenen freien Träger, die in ihrer Beratungs- und Kooperationsfunktion eine Schlüsselfunktion im Integrationsprozess der Menschen mit Integrationshintergrund übernehmen, und die Stadt Siegen gleichberechtigt; die Vereinbarung beinhaltet eine verbindliche Zusammenarbeit. Hierzu wird beispielsweise eine Steuerungsgruppe eingerichtet, in die jeder Kooperationspartner ein ordentliches und ein stellvertretendes Mitglied als Teilnehmer entsenden kann. Die Steuerungsgruppe soll gemeinsame Standards sowie Aufgabenschwerpunkte und Ziele für die Migrations- und Integrationsarbeit in Siegen erarbeiten. Zur Umsetzung der Ziele können verschiedene Arbeitsgruppen gebildet werden.
Im neuen/erneuerten Kooperationsverbund übernimmt jeweils ein Kooperationspartner im jährlichen Wechsel die Federführung. Diese Aufgabe wird erstmals ab dem 1. Mai der Internationale Bund wahrnehmen.
Das Ziel: Schaffung eines Netzwerks
Übergeordnetes Ziel sei die Schaffung eines Netzwerkes, in dem Kompetenz unabhängig vom Träger verfügbar gemacht werden soll und Synergien genutzt werden. "Mit der Kooperationsvereinbarung werden die richtigen Signale gegeben", erklärte Stadtrat Steffen Mues, der als Beigeodneter zusammen mit dem zuständigen Fachbereichsleiter Rolf Sauerland die Kooperationsvereinbarung für die Stadt unterzeichnete. Für die Zukunft sei es wichtig, so Mues, Migrationsarbeit trägerübergreifend zu denken und gemeinsame Konzepte auf den Weg zu bringen.
Die Grundlage: bewährte Zusammenarbeit
Die neue Vereinbarung basiert auf den positiven Erfahrungen aller Beteiligten mit der trägerübergreifenden Kooperation im Rahmen des Modellprojektes "Erstintegration für Neuzuwanderer" (Januar 2003 - Juni 2004). Das Modellprojekt war vor dem Hintergrund des bereits für den damaligen Zeitpunkt erwarteten Zuwanderungsgesetztes ins Leben gerufen worden und hatte weit über Siegen hinaus Beachtung gefunden, beispielsweise durch die Herausgabe eines "Wegweisers für Migranten". Dass auch der neue Kooperationsverbund nrw-weit Modellcharakter hat, davon sind alle Beteiligten überzeugt.
Legten jetzt den Grundstein für eine Migrationsarbeit "ohne Scheuklappen": die Unterzeichner der Kooperationsvereinbarung zwischen den Migrationsdiensten und der Stadt Siegen.
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