Verfahrensberatung

Hauptaufgabe der Verfahrensberatung ist die Erstinformation und -beratung der Flüchtlinge zum Asylverfahren, bei der Ankunft sowie zeitnah vor und nach der Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Die Beratenden helfen außerdem bei der Aufarbeitung der Fluchtgeschichte. Die Geflüchteten sollen das Asylverfahren ausreichend verstehen, um möglichst sachgerecht und selbstverantwortlich handeln und entscheiden zu können.

Die Verfahrensberatung fördert das Erkennen und die Unterstützung bei besonderem Schutzbedarf -etwa von behinderten oder traumatisierten Geflüchteten, alleinstehenden Frauen oder Minderjährigen und schafft eine Atmosphäre, „in der das persönliche Schicksal thematisiert und somit in das Asylverfahren eingebracht werden kann.“ (Innenministerium 2002)

Dies gilt nicht nur gegenüber dem BAMF, sondern auch für die Zuweisungspraxis des Landes. Das Innenministerium des Landes NRW hat in seinem Bericht „über die Tätigkeit der geförderten Beratungsstellen festgestellt“, dass die „Informationen der Verfahrensberatungsstellen eine wichtige Ergänzung zu denen der ZAB (Zentrale Ausländerbehörde), sowie des BAMF“ (Innenministerium 2002) darstellen. Weitere Beratungsfelder sind u.a.  – Asylverfahren, – Unterbringung und Verteilung, -Transfer-angelegenheiten.

Die Beratungen finden in einer vertrauensvollen und geschützten Umgebung statt.